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Die Bürger sind gegen Gigaliner

Demonstration gegen Gigaliner

Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.

 

Umwelt

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Mehr Umweltbelastungen durch mehr LKW-Verkehr

Lkw und Pkw im Stau auf der Autobahn

Riesen-LKW  =  mehr LKW-Verkehr  =  mehr CO2.
Warum? Weil Monstertrucks den LKW-Verkehr billiger machen. Das wird Güter von der umweltfreundlichen Schiene auf die Straße verlagern und die Umweltprobleme des Verkehrs verschärfen. Profitieren werden nur wenige Wirtschaftsbranchen. Draufzahlen müssen die Natur und die Menschen.

 

Gigaliner - ein Beitrag zum Umweltschutz?

Die frohe Botschaft der Gigaliner-Befürworter klingt anders: Zwei Gigaliner ersetzen drei normale LKW, weil ein Gigaliner mehr Ladung befördern kann. Dadurch sinken Kraftstoffverbrauch und Umweltbelastung - so die Gigaliner-Lobby.

 

Es ist eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit, wenn Gigaliner als Beitrag zum Umweltschutz verkauft werden sollen. Denn diese Argumentation verschweigt die Auswirkungen auf den Gesamtverkehrsmarkt: Riesen-LKW verbilligen den Transport auf der Straße. Das führt erstens dazu, dass Gütertransporte von umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln wie Bahn und Binnenschiff auf die Straße verlagert werden. Zweitens wird diese Verbilligung das Wachstum des LKW-Verkehrs zusätzlich anheizen, Experten sprechen hier von „induziertem Verkehr“. Drittens können Riesen-LKW aufgrund ihrer Dimensionen viele Ziele nicht direkt erreichen, so dass zusätzliche Zubringerfahrten erforderlich werden.

 
Gigaliner neben stillgelegten Bahnbleisen

ÖkoCombi? Riesen-Lkw würden Transporte von der umweltfreundlichen Bahn auf die Straße verlagern. Millionen zusätzlicher LKW-Fahrten wären die Folge – eine klimapolitische Katastrophe.

 

Angesichts des wachsenden LKW-Verkehrs durch Monstertrucks kann von Umweltvorteilen also keine Rede sein. Im Gegenteil: Der Gesamt-Energieverbrauch des Güterverkehrs würde stark steigen und die Umwelt- und Klimabelastungen ebenfalls.

 

Gigaliner verbilligen den Transport auf der Straße. Der LKW-Verkehr wächst zusätzlich, die Emissionen mit.

 

Kostensenkung führt zu Verkehrswachstum

Größere LKW sparen Kosten, vor allem beim Personal: Pro Kostenfaktor LKW-Fahrer sollen mehr Güter transportiert werden. Auch der Sprit-Verbrauch der Riesen-LKW ist bezogen auf ihre Ladekapazität geringer als bei den jetzt zugelassenen LKW. Daher wird mit einem Produktivitätsgewinn der Riesen-LKW von rund 25 Prozent gerechnet, so der Bundesverband des deutschen Groß- und Außenhandels. Diese Verbilligung heizt das Wachstum des LKW-Verkehrs zusätzlich an. Es wird bei geringeren Transportkosten zum Beispiel attraktiver, Waren auch im entfernten Ausland produzieren zu lassen. Experten sprechen hier von „induziertem Verkehr“.

 
Lkw und Pkw im Stau auf der Autobahn
 

Verlagerung von der Schiene auf die Straße

Riesen-LKW zielen auf ein Wachstum des Straßengüterverkehrs ab - zu Lasten des energieeffizienteren und umweltfreundlicheren Güterverkehrs auf der Schiene, der pro transportierter Tonne fast viermal weniger CO2 als der Lkw-Verkehr produziert. Monstertrucks eignen sich vor allem für lange Strecken. Gerade dort, auf langen Distanzen und mit großen Mengen, hat aber der Bahnverkehr seine spezifischen Stärken. Bedroht wären vor allem der Einzelwagen-Güterverkehr und der kombinierte Verkehr auf Schiene und Straße, die etwa 50 Prozent des Güterverkehrs auf der Schiene ausmachen. Allein beim so genannten Kombinierten Verkehr erwarten Gutachter, dass bis zu 55 % des Schienenverkehrs auf die Straße verlagert würden. Eine Horrorvision angesichts des Klimawandels.

 

Die Verkehrsverlagerung von der Schiene auf die Straße wird auch bei einer Zulassung von 25 Meter langen Gigalinern bei einem Gewicht von »nur« 40 bis 48 Tonnen eintreten, weil die meisten Transporte volumenkritisch und nicht gewichtskritisch sind.

 

Zusätzliche Zubringerfahrten und zweifelhafte Auslastung

Hinzu kommt schließlich: Da Riesen-LKW aufgrund ihrer Dimensionen viele Ziele nicht direkt erreichen können, werden zusätzliche Zubringerfahrten von und zu Verteilzentren erforderlich. Damit steigt die Zahl der LKW-Fahrten noch einmal zusätzlich.

Im Übrigen schneiden Riesen-LKW gegenüber herkömmlichen LKW in puncto Energieverbrauch und CO2-Emmissionen nur dann besser ab, wenn ihre Auslastung überdurchschnittlich ist. Schon heute nutzen jedoch die normalen LKW nur durchschnittlich 64 Prozent ihrer Ladekapazität. 

 

„Damit führen nach der Einführung von Riesen-LKW nicht etwa weniger, sondern sogar mehr LKW auf der Straße. Selbst bei sehr hoher Auslastung der Fahrzeuge könnte es dazu kommen, das für drei herkömmliche LKW drei verlängerte LKW zum Einsatz kämen.“

Umweltbundesamt (Deutschland), März 2007

 

 

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