Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.
Was sind Monstertrucks?
Sie haben viele verharmlosende Namen: Gigaliner, EuroCombi, Ökoliner, innovative Nutzfahrzeuge. Doch es geht immer nur um eines: Die zulässigen Maße und Gewichte für LKW in Europa zu erhöhen. 25,25 Meter lang und bis zu 60 Tonnen schwer sollen sie werden, wenn es nach dem Willen von Herstellern und Großspeditionen geht.
Lastkraftwagen müssen bestimmte Maße und Gewichte einhalten, wenn sie in Europa über nationale Grenzen hinweg fahren. So gilt bislang eine Maximallänge von 18,75 Metern und ein Höchstgewicht von 40 Tonnen. Der angestrebte Riesen-LKW soll also 6,5 Meter länger sein und bis zu 20 Tonnen mehr auf die Waage bringen als zurzeit erlaubt. Zum Vergleich: Eine vollbetankte und mit 127 Passagieren vollbesetzte Boeing 737-300 ist leichter als ein Gigaliner. Sie hat ein maximales Startgewicht von 57,6 Tonnen.
Gewaltig: Ein Riesen-LKW ist fast so groß wie ein Flugzeug und sogar noch schwerer.
Nur lang, nicht schwer?
In letzter Zeit hat die Riesen-LKW-Lobby den so genannten "Long Liner" ins Gespräch gebracht. Er soll 25,25 Meter lang sein bei einem Gewicht von "nur" 40 bis 50 Tonnen. Die neue Konzentration auf die Länge und die Beschränkung beim Gewicht hat folgenden Hintergrund: Mittlerweile ist nachgewiesen, dass die Straßeninfrastruktur, insbesondere Brücken, erheblich unter dem Gewicht der 60-Tonner leiden würden. Die daraus resultierenden enormen Reparaturkosten schrecken Politiker ab.
Was die Riesen-LKW-Lobby als Kompromiss verkaufen möchte - nur 25 Meter, keine 60 Tonnen - ist jedoch nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zum 60-Tonner. Denn sind die 25 Meter langen Riesen-LKW erst einmal zugelassen, wird der politische Druck steigen, auch das Gesamtgewicht anzuheben. Schließlich sind die Fahrzeuge technisch von vorn herein auf 60-Tonnen angelegt.