Die Bundesanstalt für Straßenwesen (bast) ist ein technisch-wissenschaftliches Institut des deutschen Bundesverkehrsministeriums. Im November 2006 veröffentlichte sie ihren Bericht "Auswirkungen von neuen Fahrzeugkonzepten auf die Infrastruktur des Bundesfernstraßennetzes". Darin untersucht die Bundesanstalt die Auswirkungen überlanger und überschwerer Nutzfahrzeuge auf die Lebensdauer von Straßen und Brücken, den Verkehrsablauf und die Verkehrssicherheit. Die Ergebnisse lauten:
- Zusätzliche Finanzmittel sind erforderlich, um straßenbautechnische Fragen zu lösen (z.B. Spurrinne, Straßenaufbau, Straßengeometrie).
- Brücken sind nicht für das hohe Gewicht von Gigalinern ausgelegt. Die Tragereserven der Bauwerke würden bei einem Einsatz überschwerer Fahrzeuge ebenso reduziert wie die Lebensdauer. Die Brücken müssten verstärkt oder ersetzt werden.
- Für Tunnel wird eine höhere Sicherheitsausstattung erforderlich (z.B. wegen erhöhter Brandlast aufgrund des höheren Ladevolumens von Gigalinern).
- Die größere Fahrzeuglänge führt zu erhöhten Unfallrisiken, weil sich Überholvorgänge und Räumzeiten verlängern.
- Das größere Fahrzeuggewicht wird sich negativ auf die Schwere von Unfällen auswirken. Leitplanken können weder dem höheren Gewicht noch einem mehrgliedrigen Anprall von Riesen-LKW standhalten.