Das Umweltbundesamt (UBA) unterstützt die deutsche Bundesregierung mit wissenschaftlichen Untersuchungen zum Umweltschutz. In seinem Bericht "Länger und schwerer auf Deutschlands Straßen: Tragen Riesen-LKW zu einer nachhaltigen Mobilität bei?" vom März 2007 beantwortet das Umweltbundesamt Fragen zu Riesen-LKW aus Umweltschutzsicht.
Das Fazit des Umweltbundesamtes lautet: "Insgesamt tragen Riesen-LKW nicht zu einer nachhaltigeren Entwicklung des Güterverkehrs bei. Ihr Einsatz entlastet weder die Umwelt noch die Straßeninfrastruktur. Vielmehr ist mit zusätzlichen Sicherheitsrisiken und – aus Sicht des Umweltschutzes – mit einer negativen Verlagerung der Gütertransporte auf die Straße zu rechnen."
- Das Umweltbundesamt widerlegt das Argument der Befürworter, dass zwei Gigaliner drei herkömmliche LKW ersetzen würden: "Wegen der verringerten Transportkosten würden deutlich mehr Gütertransporte von der Bahn und dem Binnenschiff auf die Straße verlagert. Damit führen nach der Einführung der Riesen-Lkw nicht etwa weniger, sondern sogar mehr Lkw auf der Straße."
- Erst ab einer Auslastung von mehr als 80% stoßen Riesen-LKW weniger Luftschadstoffe pro transportierter Tonne Ladung aus als normale LKW. Selbst herkömmliche LKW sind aber derzeit nur zu durchschnittlich 64% ausgelastet. Selbst bei theoretisch voller Auslastung der Riesen-LKW ist die Schadstoffbilanz des Schienengüterverkehrs immer noch wesentlich besser.
- Auch auf die Gefahr bei Unfällen mit Gigalinern weist das Umweltbundesamt hin: "Verkehrsunfälle mit solchen Fahrzeugen haben wegen deren höheren Gewichts deutlich schwerwiegendere Folgen als Kollisionen mit herkömmlichen Lastzügen."