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Die Bürger sind gegen Gigaliner

Representative Meinungsumfragen über Gigaliner

Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.

 
 

Infomelder

No Mega Trucks Infomelder, ©iStockphoto.com/DivaNir4a

Wie verläuft die Debatte über Riesen- Lkw in Ihrem Land?

 

 

Wo fahren Monstertrucks

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Wo fahren Riesen-LKW in Europa?

Europäische Kommission

In Finnland und Schweden fahren sie schon lange, die überlangen und überschweren LKW. Doch die weiträumigen, relativ dünn besiedelten skandinavischen Regionen mit wenig Straßenverkehr sind nicht zu vergleichen mit dem Rest Europas. Dort ist das Straßennetz dicht gebaut und stark befahren - für Monstertrucks nicht geeignet.

 

In Finnland und Schweden genießen die Riesen-LKW auch nach dem Beitritt beider Länder zur europäischen Union quasi "Bestandsschutz" und dürfen - allerdings nicht grenzüberschreitend - weiterhin eingesetzt werden. Dagegen wenden sich die Monstertruck-Gegner auch gar nicht. Es geht um mehr: Monstertrucks sollen quer durch Europa rollen, wenn es nach dem Willen der Befürworter geht.

 

Riesen-LKW-Tests: Was soll hier getestet werden?

Einige europäische Länder liebäugeln mit Riesen-LKW, darunter Belgien, die Niederlande, Dänemark und Deutschland. Sie planen oder führen bereits Versuche mit Monstertrucks durch. Was soll bei solchen »Testversuchen« herauskommen? CO2 gespart? Kein Wunder, wenn man die Auswirkungen auf andere Verkehrsmittel wie Bahnen und Binnenschiff gar nicht betrachtet. Keine Unfälle passiert? Das ist unter Versuchsbedingungen auch nicht zu erwarten, denn die Test-Gigaliner dürfen nur von unfallfreien Elite-Fahrern gesteuert werden. Sie dürfen nicht überholen und müssen exakt ihren Zeitplan und die vorgegebene Strecke einhalten. Die Realität des Transportgewerbes sieht jedoch anders aus: Konkurrenz- und Preisdruck bestimmen das Geschäft, Zeitdruck bestimmt den Alltag der LKW-Fahrer. Um Erkenntnisgewinn geht es bei diesen Testversuchen also offenkundig nicht.

Die Versuche in einigen Ländern der europäischen Union »testen« vor allem den ordnungspolitischen Rahmen. Dieser soll verschoben werden zugunsten einzelner Profiteure, allen voran die Fahrzeughersteller, Großspeditionen und einige Großhandelsunternehmen. Die »Testversuche« mit Riesen-LKW sind ganz und gar politisch: Es sollen Fakten geschaffen und Pseudo-Resultate in den politischen Prozess eingebracht werden. Deshalb ist es sinnvoll, das sofortige Ende aller Testversuche zu fordern.

 
  • Auf nicht weniger als drei Jahre ist der Monstertruck-Einsatz in Dänemark angesetzt, der am 24. November 2008 gestartet wurde. Bezahlen wird ihn der dänische Steuerzahler mit bislang 150 Mio. Kr. (20 Mio. Euro), die von Verkehrsminister Lars Barfoed und seiner Vorgängerin Carina Christensen dafür …
  • ©Photocase/apfelholz
    Noch immer rollen Riesen-LKW auf deutschen Straßen. Obwohl die Verkehrsminister der deutschen Bundesländer im Oktober 2007 gemeinsam beschlossen haben, dass es keine weiteren Versuche mit Gigalinern geben soll, lassen die Befürworter nicht locker: Versuche wurden verlängert, andere sogar neu gestartet. …
  • Photo: Tobias Fleischmann
    In den Niederlanden laufen seit Jahren Testreihen mit Riesen-LKW. Seit November 2007 sind nun überlange Fahrzeuge mit einem Gewicht von 50 Tonnen im Rahmen einer sogenannten „Erfahrungsphase“ zugelassen. Verkehrsminister Eurlings hatte eine Gewichtsobergrenze von 60 Tonnen abgelehnt mit dem Hinweis auf …
 

In diesen Ländern finden Monstertruck-Tests statt

Warndreieck, ©iStockphoto.com/aristotoo

Dänemark: Dreijähriger Großeinsatz mit bis zu 1.000 Gigalinern

Deutschland: Versuche in mehreren Bundesländern

Niederlande: Jahrelange Tests schaffen Tatsachen