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Die Bürger sind gegen Gigaliner

Demonstration gegen Gigaliner

Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.

 

Wo fahren Monstertrucks

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Wo fahren Riesen-LKW in Europa?

In Finnland und Schweden fahren sie schon lange, die überlangen und überschweren LKW. Doch die weiträumigen, relativ dünn besiedelten skandinavischen Regionen mit wenig Straßenverkehr sind nicht zu vergleichen mit dem Rest Europas. Dort ist das Straßennetz dicht gebaut und stark befahren - für Monstertrucks nicht geeignet.

 

In Finnland und Schweden genießen die Riesen-LKW auch nach dem Beitritt beider Länder zur europäischen Union quasi "Bestandsschutz" und dürfen - allerdings nicht grenzüberschreitend - weiterhin eingesetzt werden. Dagegen wenden sich die Monstertruck-Gegner auch gar nicht. Es geht um mehr: Monstertrucks sollen quer durch Europa rollen, wenn es nach dem Willen der Befürworter geht.

 

Nur länger nicht schwerer? Überall dort wo Riesen-Lkw eingesetzt werden wiegen sie auch 60 Tonnen.

 

Riesen-LKW-Tests: Was soll hier getestet werden?

Einige europäische Länder liebäugeln mit Riesen-LKW, darunter die Niederlande, Dänemark und Deutschland. Sie planen oder führen bereits Versuche mit Monstertrucks durch. Was soll bei solchen »Testversuchen« herauskommen? CO2 gespart? Kein Wunder, wenn man die Auswirkungen auf andere Verkehrsmittel wie Bahnen und Binnenschiff gar nicht betrachtet. Keine Unfälle passiert? Das ist unter Versuchsbedingungen auch nicht zu erwarten, denn die Test-Gigaliner dürfen nur von unfallfreien Elite-Fahrern gesteuert werden. Sie dürfen nicht überholen und müssen exakt ihren Zeitplan und die vorgegebene Strecke einhalten. Die Realität des Transportgewerbes sieht jedoch anders aus: Konkurrenz- und Preisdruck bestimmen das Geschäft, Zeitdruck bestimmt den Alltag der LKW-Fahrer. Um Erkenntnisgewinn geht es bei diesen Testversuchen also offenkundig nicht.

Die Versuche in einigen Ländern der europäischen Union »testen« vor allem den ordnungspolitischen Rahmen. Dieser soll verschoben werden zugunsten einzelner Profiteure, allen voran die Fahrzeughersteller, Großspeditionen und einige Großhandelsunternehmen. Die »Testversuche« mit Riesen-LKW sind ganz und gar politisch: Es sollen Fakten geschaffen und Pseudo-Resultate in den politischen Prozess eingebracht werden. Deshalb ist es sinnvoll, das sofortige Ende aller Testversuche zu fordern.

 
  • Der im November 2008 unter großem Jubel der Lkw-Lobby gestartete Einsatz von Riesen-Lkw in Dänemark war zunächst auf drei Jahre angesetzt. Doch nicht einmal zwei Jahre später, im September 2010, verlängerte die rechtskonservative dänische Regierung die Genehmigung für die 25 Meter langen und 60 Tonnen …
  • Ein Gigaliner an einer Kreuzung in Mecklenburg-Vorpommern
    Seit der Bundestagswahl Ende 2009 treibt die Deutsche Bundesregierung das Thema Riesen-Lkw aktiv voran. Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP heißt es: „Wir wollen neue Nutzfahrzeugkonzepte durch die maßvolle Erhöhung der Lkw-Fahrzeuggrößen und –gewichte ermöglichen (…) Chancen und Risiken wollen wir …
  • In den Niederlanden laufen seit Jahren Testreihen mit Riesen-LKW. Seit November 2007 sind nun überlange Fahrzeuge mit einem Gewicht von 50 Tonnen im Rahmen einer sogenannten „Erfahrungsphase“ zugelassen. Verkehrsminister Eurlings hatte eine Gewichtsobergrenze von 60 Tonnen abgelehnt mit dem Hinweis auf …
 

In diesen Ländern finden Monstertruck-Tests statt

Warndreieck

Dänemark: Vermeintlich begrenzter "Versuch" bis 2017 verlängert

Deutschland: Bundesregierung will Gigaliner testen - Mehrheit der Bürger und Länder dagegen

Niederlande: Jahrelange Tests schaffen Tatsachen

 
 

Ein Gigaliner-Feldversuch in Deutschland?

 

 
 

Alles Wichtige über Gigaliner auf einen Blick