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Die Bürger sind gegen Gigaliner

Demonstration gegen Gigaliner

Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.

 

Gigaliner-Einsatz in Dänemark

Dänemark: Vermeintlich begrenzter "Versuch" bis 2017 verlängert

Der im November 2008 unter großem Jubel der Lkw-Lobby gestartete Einsatz von Riesen-Lkw in Dänemark war zunächst auf drei Jahre angesetzt. Doch nicht einmal zwei Jahre später, im September 2010, verlängerte die rechtskonservative dänische Regierung die Genehmigung für die 25 Meter langen und 60 Tonnen schweren Lkw vorzeitig – bis mindestens 2017 sollen die Gigaliner rollen

 

Vermeintlich ergebnisoffene Versuche schaffen Fakten

Parallel zur zeitlichen Verlängerung wurde auch das zunächst begrenzte Streckennetz sukzessive ausgeweitet, sodass Riesen-Lkw mittlerweile praktisch landesweit fahren. Eine behördliche Registrierungs- oder Genehmigungspflicht für teilnehmende Riesen-Lkw gibt es nicht. Die "Tests" in Dänemark zeigen, wie Regierungen im Verein mit Transporteuren und Herstellern vermeintlich ergebnisoffene Einsätze nutzen, um unumkehrbare Fakten zu schaffen – ungeachtet aller negativen Konsequenzen für Umwelt, Verkehrssicherheit und Infrastruktur.

Mit ca. 145 Mio. Kr. Steuergeld wurden die Straßen bislang für Riesen-Lkw umgebaut. Unter anderem wurden Kreisverkehre verbreitert oder ganz entfernt um kein Hindernis für die überlangen Lkw darzustellen. Der dänische Automobilclub FDM und der Radfahrerverband DCF kritisierten die Anpassungen bereits. Durch die Umbauten kommt jetzt nicht nur der Riesen-Lkw ohne anzuecken durch den Kreis – auch die Pkw fahren nun schneller.

 

„Es taugt nichts, dass wir an der Grenze stoppen müssen“

Die Vertreter der dänischen Transportbranche machen auch aus ihren europäischen Ambitionen kein Hehl:

"[...] Wir fordern die Ministerin zugleich auf, dass Dänemark Druck auf die übrigen EU-Länder ausübt, damit der Giga-Liner-Verkehr auf ganz Europa ausgeweitet wird. Es taugt nichts, dass wir an der Grenze stoppen müssen".

 

Mogens Therkelsen, Vorsitzender von ITD (International Transport Danmark)


Folgeleistend macht sich die dänische Regierung auf europäischer Ebene für eine europaweite Zulassung von Riesen-LKW stark, damit die einheimischen Transporteure mit ihren Monstertrucks durch ganz Europa fahren können. Verkehrsminister Hans Christian Schmidt kündigte bei einem Besuch in Strasbourg an, dass Dänemark das Thema im ersten Halbjahr 2012 auf die europäische Agenda setzen will – dann wird Dänemark die EU Ratspräsidentschaft inne haben.

 
 

In diesen Ländern finden Monstertruck-Tests statt

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