Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.
Länderkampagnen
Organisationen aus ganz Europa und allen Bereichen der Gesellschaft haben sich der Initiative NO MEGA TRUCKS angeschlossen, um die Zulassung von Gigalinern in Europa zu verhindern. Eine Vielzahl dieser Verbände engagiert sich auch auf nationaler Ebene gegen die Gefahr durch Riesen-LKW. Hier ein Überblick über erfolgreiche nationale Kampagnen gegen Monstertrucks.
Deutschland
Allianz pro Schiene: "Keine Monstertrucks"
Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In dem Bündnis haben sich 18 Non-Profit-Organisationen zusammengeschlossen, darunter Umweltverbände, Verbraucherorganisationen, Autoclubs und Gewerkschaften. Die Allianz pro Schiene hat die Gefahr durch Riesen-LKW früh erkannt und in Deutschland an die Öffentlichkeit gebracht. Die Kampagne gegen Monstertrucks - diesen Begriff prägte die Allianz pro Schiene in den Medien - war erfolgreich: Die deutsche Verkehrsministerkonferenz entschied im Herbst 2007 gegen die Zulassung von Gigalinern in Deutschland.
Freight on Rail: "No to longer heavier lorries"
Freight on Rail ist ein Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Bahnverbänden, Verbraucherverbänden und Unternehmen zur Förderung des Schienenverkehrs. Gemeinsames Ziel der Mitglieder: Transporte von der Straße auf die umweltfreundliche und sichere Schiene zu verlagern. In der Vergangenheit wurden auch in Großbritannien die Maße und Gewichte von Lkw angehoben. Das Ergebnis: mehr Lkw-Verkehr, mehr Umweltverschmutzung und mehr Unfälle - das Gegenteil dessen, was die Befürworter versprachen. Die selben Argumente verwendet die Lkw-Lobby derzeit, um Gigaliner in Europa durchzusetzen. Deshalb sagt Freight on Rail "No to longer heavier lorries".
ARBÖ: "Stoppt die Gigaliner"
Der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs, kurz ARBÖ, vertritt in Österreich rund 490.000 Mitglieder und nimmt die Interessen aller Straßenverkehrsteilnehmer wahr. Der ARBÖ ist Mitglied im europäischen Automobilclub EAC, der einer der Mitinitiatoren der Initiative NO MEGA TRUCKS ist. Mit der Kampagne "Stoppt die Gigaliner" will der ARBÖ auf die Gefahr durch eine mögliche Zulassung von Gigalinern in Europa aufmerksam machen. Riesen-Lkw werden den Straßengüterverkehr kostengünstiger machen, für das Alpentransitland Österreich bedeutet dies noch mehr Lkw, mehr Staus und mehr Unfälle.
VCÖ: "Gigaliner sind keine Lösung für Verkehrsprobleme"
Der Verkehrsclub Österreich setzt sich für eine sichere und ökologisch verträgliche Mobilität in Österreich ein. Beim Thema Verkehr bleiben nach Ansicht des VCÖ Gesundheit, Umwelt und Wohlstand viel zu häufig "auf der Strecke" - die Mobilität der Menschen sinkt, die Verkehrsprobleme nehmen zu. Der VCÖ konstatiert: Gigaliner sind keine Lösung für Verkehrsprobleme, sie schaffen neue. In einem Factsheet hat der VCÖ die Folgen einer Zulassung von Riesen-LKW zusammengestellt. Die Ergebnisse: Das tödliche Unfallriskio steigt, Güter wandern von der Schiene auf die Straße und die Straßeninfrastruktur muss auf Kosten der Steuerzahler umgebaut werden.
vida: "Gigaliner lösen keine Probleme, aber schaffen viele neue"
Die österreichische Gewerkschaft vida repräsentiert rund 158.000 Arbeitnehmer aus den verschiedensten Berufsgruppen. Im Verkehrsbereich vertritt sie den gesamten Transportsektor, also Straße, Schiene, Luft. vida ist Mitglied bei der European Transport Workers’ Federation (ETF) - einer der Initiatorn der Kampagne NO MEGA TRUCKS. Früh hat die Gewerkschaft die drohende Gefahr durch Gigaliner erkannt und in Österreich ein Netzwerk gegen die Straßenmonster aufgebaut. Der zusätzliche Verkehr durch Gigaliner verursacht zusätzliche Schäden für Menschen und Umwelt und kostet volkswirtschaftlich mehr, als er bringt. Wichtig für die Gewerkschaft: Gigaliner vernichten sowohl beim Lkw als auch bei der Bahn Arbeitsplätze.
Bündnis NoMegatrucks.ch: "Megatrucks – nein Danke!"
Im Bündnis NoMegatrucks.ch haben sich mehr als 40 Verbände zusammengeschlossen. Die Organisationen engagieren sich u.a. für eine nachhaltige Verkehrspolitik - dazu gehört auch der Widerstand gegen die drohende Zulassung von Gigalinern in den umliegenden EU-Ländern. Erst vor kurzem vollzog die Schweiz - berühmt für ihre bahnfreundliche Verkehrspolitik - auf Druck der EU eine Angleichung der LKW Gewichte auf 40 Tonnen. Nun könnten es bald 25-Meter-LKW mit bis zu 60 Tonnen sein. Das Bündnis NoMegatrucks.ch wehrt sich vehement gegen die Einführung von Riesen-LKW und hat unter anderem eine Petition gestartet, eine Umfrage in Auftrag gegeben und Studien über die Folgen von Gigalinern erstellen lassen.
Organisationen aus ganz Europa und allen Bereichen der Gesellschaft sind gegen Monstertrucks.