Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.
Radwege-Etat wird zweckentfremdet für Gigaliner
08.09.08. Noch bevor die Versuche mit Megatrucks in Dänemark überhaupt starten, verlangen beteiligte Unternehmen bereits einen Ausbau der Straßen für die Riesen-LKW. Mit Erfolg – das Geld dafür wird einem Etat entnommen, der für Fahrradwege vorgesehen war.
In Padborg haben Unternehmen durchgesetzt, dass die Test-Gigaliner direkt bis in ihren Betrieb fahren dürfen, um das Umladen auf gewöhnliche LKW zu vermeiden, wie die dänische Tageszeitung „Jydske Vestkysten” am 18. August berichtete. Weil die überlangen Fahrzeuge zum Abbiegen mehr Platz brauchen als herkömmliche LKW, müssen die Kreuzungen im Gewerbegebiet von Padborg nun ausgebaut werden. Besonders pikant: Der Monstertruck-taugliche Straßenausbau wird mit Geldern finanziert, die eigentlich für Fahrradwege bestimmt waren.
Schon dieses kleine Beispiel der Gemeinde Padborg zeigt, wie Versuche mit Monstertrucks Fakten schaffen, und dass sich die Zulassungsbeschränkung auf bestimmte Strecken nicht durchhalten lässt.
Die Versuche in Dänemark mit „modulvogntog“, wie Gigaliner auf Dänisch heißen, sollen im November mit 1000 Fahrzeugen starten und drei Jahre lang dauern.
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