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Die Bürger sind gegen Gigaliner

Demonstration gegen Gigaliner

Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.

 

Deutsche Regierung bereitet landesweiten Gigaliner-Einsatz vor

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Deutsche Regierung bereitet landesweiten Gigaliner-Einsatz vor

18.01.10 Die Bundesregierung in Deutschland hat sich erstmals zum geplanten landesweiten Einsatz von Gigalinern geäußert. In einem Brief antwortete der Parlamentarische Staatssekretär des Verkehrsministeriums, Andreas Scheuer, im Namen der Bundesregierung auf eine Anfrage der SPD. Darin heißt es unter anderem: „Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung beabsichtigt im Frühjahr 2010 eine vorbereitende Arbeitsgruppe aus Vertretern des Bundes und der Länder erneut einzuberufen um den bundesweiten Feldversuch zu konzipieren.“ Somit wird nun konkret, was die Regierung bereits in ihrer Koalitionsvereinbarung angekündigt hat – ein landesweiter Feldversuch mit Mega Trucks in Deutschland wird kommen.

Schwer tut sich die Regierung dagegen die Notwendigkeit des Feldversuchs zu erklären. Wörtlich heißt es in der Regierungsantwort auf die Frage, welchen Beitrag die Bundesregierung von größeren und schwereren Lkw für eine nachhaltige Mobilität erwarte: „Grundsätzlich soll der bundesweite Feldversuch auch Erkenntnisse darüber liefern, inwieweit bei gleichbleibendem zulässigen Gesamtgewicht von 40 t mehr Volumengüter je Fahrzeugkombination transportiert werden. Dies könnte insgesamt eine Reduktion der Gesamtzahl an Nutzfahrzeugen bzw. an Fahrten ermöglichen, welche auch eine Verminderung des Schadstoffausstoßes sowie des Verkehrslärms zur Folge hätte.“

Was die Regierung dabei ausblendet: Unter Wissenschaftlern und Praktikern ist völlig unstrittig, dass es bei einer regulären Zulassung von Riesen-Lkw mehr Lastkraftwagen auf Deutschlands Autobahnen und nicht weniger geben wird. Durch den zusätzlichen Laderaum wird der Lkw-Verkehr um 25 Prozent billiger, das heißt, es gibt noch mehr Kostenanreize zur Lagerhaltung auf der Autobahn und zur Transport-Verlagerung von Binnenschiffen und Güterbahnen auf den Lkw. Ein bundesweiter Feldversuch brächte in dieser Frage keinerlei neue Erkenntnisse, weil die verladende Wirtschaft diese Verlagerungsentscheidungen nicht im Rahmen eines Pilotversuches treffen kann. Erst wenn im nächsten Schritt die Regelzulassung von Gigalinern kommt, werden die Logistikkonzepte in großem Maßstab geändert.

Immerhin hatte die Bundesregierung eingeräumt, dass vorhandene Lkw-Parkplätze auf Autobahnraststätten für die Riesen-Lkw zu kurz sind. Mit Steuerzahlergeld müssten für den umweltschädlichen und gefährlichen Riesen-Lkw-Verkehr zusätzliche Parkplätze gebaut sowie Kreisverkehre und Bahnübergänge umgestaltet werden.

 

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