Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.
Deutschland und Dänemark droht ein Vertragsverletzungsverfahren der EU.
20.05.2010. Nachdem die Allianz pro Schiene die EU-Kommission auf die gesetzeswidrigen grenzüberschreitenden Riesen-Lkw-Fahrten zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark hingewiesen hat, will die EU-Kommission nun in der Sache tätig werden. In einem Brief an die Allianz pro Schiene kündigt der stellvertretende Kabinettschef von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas an, dass alle Mitgliedsstaaten in Kürze aufgefordert werden, Rechenschaft über mögliche vertragswidrige Einsätze von Riesenlastwagen zu geben.
Eine Kommissionssprecherin bestätigte kürzlich gegenüber der Deutschen Logistik-Zeitung (DVZ), dass ein entsprechendes Schreiben bereits Anfang Mai an die Bundesregierung geschickt wurde. Die Bundesregierung hat nun zwei Monate Zeit, die Kommission über die erteilten Genehmigungen zu unterrichten.
Auch Dänemark dürfte von der EU-Kommission dazu aufgefordert worden sein, Auskunft über die seit 2008 stattfindenden Einsätze von Riesen-Lkw zu geben. Offiziellen Angaben zufolge passieren 1.500 Riesen-Lkw jeden Monat die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden.
In Deutschland treibt die Bundesregierung unterdessen den bundesweiten Einsatz von Riesen-Lkw weiter voran, dieser soll bereits Anfang 2011 starten. Einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ zufolge sollen an dem Feldversuch bis zu 150 Riesen-Lkw teilnehmen.