Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.
Die Schweizer können sich mit einer Volksabstimmung gegen die Zulassung von Riesen-Lkw wehren.
17.12.2010. Die Maximallänge von Lkw ist in der Schweiz nun auch gesetzlich auf 18,75 Meter begrenzt. Dies beschloss der Nationalrat in Bern am Mittwoch dieser Woche. Der Ständerat hatte dem Gesetz bereits im September zugestimmt. Somit wäre für die Zulassung von 25 Meter langen Riesen-Lkw in der Schweiz eine Volksabstimmung notwendig. Dies war eine zentrale Forderung der Kantone und des Schweizer No Mega Trucks-Bündnisses aus Umwelt- und Verkehrsverbänden.
Wie ein Referendum über Riesen-Lkw ausgehen würde, ist nicht schwer vorherzusagen. Eine repräsentative Umfrage von November 2009 hatte ergeben, dass 80 Prozent der Schweizer die Zulassung von Gigalinern ablehnen. Zu ähnlich vernichtenden Ergebnissen kamen auch andere Meinungsumfragen in Europa (Frankreich: 81 Prozent dagegen, Großbritannien: 75 Prozent, Deutschland: 73 Prozent).
“Wir wollen keine Megatrucks, weil sie gefährlich sind für die anderen Strassenbenützer, kostspielig für die Strasseninfrastruktur und brandgefährlich für die Verlagerung der Güter auf die Schiene in Europa, aber auch bei uns in der Schweiz“, sagte Fabio Pedrina, Kommissionssprecher im Nationalrat und Präsident der Alpen-Initiative.
Eine neue Studie des Schweizer No Mega Trucks Bündnisses kommt ausserdem zu dem Schluss, dass jährlich bis zu 1,5 Milliarden Franken (ca. 1 Milliarde Euro) in die Strasseninfrastruktur investiert werden müssten – über 15 Jahre hinweg und zusätzlich zu den bereits vorgesehenen Unterhaltskosten.