Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.
Grenzüberschreitende Korridore für Riesen-Lkw
27.07.2011. Der dänische Verkehrsminister Hans Christian Schmidt hat in einem Interview mit der Deutschen Logistikzeitung (DVZ) angekündigt, die EU-weite Zulassung von Riesen-Lkw während der dänischen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2012 zu forcieren.
Auf die Frage nach dem Ziel seiner Ratspräsidentschaft sagte Schmidt: „Wir wollen die Diskussion so weit wie möglich vorantreiben. Uns schwebt vor, dass in der EU zumindest Verkehre zwischen Mitgliedsstaaten und/oder Regionen erlaubt werden, die längere und schwerere Fahrzeuge zugelassen haben.“
Dänemark hatte die 25 Meter langen und 60 Tonnen schweren Gigaliner Ende 2008 auf ausgewählten öffentlichen Straßen zugelassen. Seitdem wurde der Einsatz unter dem Deckmantel des Versuchs kontinuierlich auf mehr und mehr Straßen ausgeweitet. Gemeinsam mit den Niederlanden, die 60 Tonner ebenfalls erlauben, versucht die dänische Regierung seit langem Druck auf die EU und die Nachbarländer auszuüben, um Gigaliner auch grenzüberschreitend einsetzen zu können. Der Grund ist simpel: Wirklich profitabel sind Riesen-Lkw erst, wenn sie auf langen Distanzen in Europa eingesetzt werden können.
Erhebliche Auswirkungen auf den Schienengüterverkehr räumte der dänische Politiker allerdings ein: „Die Bahn sollte besser für den Personentransport eingesetzt werden“, sagte Schmidt. Beim Güterverkehr habe die Bahn einen schwierigen Stand gegenüber der Straße.
Derzeit erlaubt die EU lediglich Lkw von maximal 18,75 Metern Länge und 40 Tonnen Gewicht im grenzüberschreitenden Verkehr. Sollten einzelne Korridore für Gigaliner zugelassen werden, beispielsweise von Schweden über Dänemark und Deutschland in die Niederlande, dann wäre eine EU-weite Zulassung über kurz oder lang so gut wie unausweichlich – das weiß auch der dänische Verkehrsminister.
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