Die große Mehrheit der Bürger lehnt die Zulassung von Riesen- LKW ab.
Riesen-Lkw kämen Steuerzahler teuer zu stehen
20.07.2011. Sollten Gigaliner in der Schweiz zugelassen werden, kämen erhebliche Zusatzkosten auf die Steuerzahler zu. Zu diesem Schluss kommen die Gutachter des Ingenieurbüros Borlini & Zanini, die die Auswirkungen von überlangen und überschweren Lkw auf die Straßeninfrastruktur im Auftrag des Schweizer NoMegatrucks-Bündnisses untersucht haben.
Demnach müssten bei einer Zulassung von Riesen-Lkw in der Schweiz jährlich 1,5 Milliarden Franken zusätzlich in Straßenbau und -unterhalt investiert werden - über einen Zeitraum von 15 Jahren. Da sich die Gutachter bei ihrer Untersuchung allein auf das Autobahnnetz konzentriert haben, berücksichtigt diese horrende Summe noch nicht einmal die Infrastrukturkosten für die Kantons- und Gemeindestraßen.
Auch in anderen europäischen Ländern würde die Zulassung von Riesen-Lkw zu erheblichen Kosten führen. Die Deutsche Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hatte die Kosten, die allein für die Anpassung der Autobahnbrücken in Deutschland entstehen würden, auf stattliche 8 Milliarden Euro beziffert. Auch hierbei sind die Kosten für das nachgeordnete Straßennetz noch nicht berücksichtigt. Straßen, Tunnel (höhere Brandlast) und Leitplanken sind dem Einsatz von überlangen und überschweren LKW nicht gewachsen. Die Lkw-Parkplätze wären zu kurz und auch Bahnübergänge müssten kostspielig umgerüstet werden. All diese Kosten würden beim Bürger abgeladen – ein Milliardenloch für Steuergelder.
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